Quartier 2017-07-03T09:10:26+00:00

Quartier

Das Riethüsli in Zahlen

Wahrzeichen: Nestweiher  2007/08 saniert, zurzeit ca. 40 gefiederte Bewohner,betreut von der Nestweiher-Gesellschaft, gegründet 1926.

ältester Verein: Quartierverein, gegründet 1926 (bis 1978: Quartierverein Bahnhof-Nest)

Einwohner: 4100

Katholiken: 1185

Reformierte: 1077

Geografische Lage

Die Gebietsgrenzen des Quartiervereins:

Norden:
Teufener Strasse-Schneebergstrasse

Osten:
Berneggtreppe-Vogelherd-Gewerbeschulhaus-Ringelberg

Süden:
Wattbach-Liebegg

Westen:
Menzlenwald-Hochwachtstrasse

Aktiver Quartierverein

Wenn es um die Belange des Quartiers geht, kommt niemand am Quartierverein Riethüsli vorbei. Er wurde 1926, im gleichen Jahr wie die Nestweihergesellschaft, gegründet und gilt mit ihm zusammen als ältester  Verein im Quartier.

Der Quartierverein Riethüsli ist eine kritische Stimme, wenn es um einschneidende Veränderungen im Quartierleben geht (wie z. B. das umstrittene Projekt für den Ruckhalden-Tunnel und die Vorgänge um die Solitüde).

Unter dem initiativen Präsidenten macht der QV aber auch immer wieder mit Taten von sich reden. So  wurden in den letzten Jahren zahlreiche Aktivitäten ins Leben gerufen, wie der stadtweit auffallende Christbaum am neuen Standort auf der Bernegg, das Seifenkistenrennen, die

Bundesfeier, der Neujahrsapéro, die Initiative zum Bau einer Fussgängerpasserelle über die Teufener Strasse (und deren Verschönerung) sowie die Erstellung von Sitzbänkli. An der HV 2010 wurde die Lancierung einer Petition für einen Autotunnel in der Liebegg beschlossen, um das Quartier nachhaltig vom Durchgangsverkehr zu befreien.

Der Quartierverein gibt seit über 20 Jahren auch eine eigene Zeitung heraus: Die Quartierzitig Riethüsli, das heutige „Magazin fürs Nest“, nimmt sich der Förderung des Quartierlebens an und hat sich auch die Erforschung der Quartiergeschichte auf die Fahnen geschrieben. Dafür darf es – ein Glücksfall – auf die exklusive Mitarbeit des im Quartier wohnhaften ehemaligen Stadtarchivars sowie zahlreiche geschichtsbewusste ältere Bewohner und Heimwehriethüsler zählen.

Altersprojekt sucht neue Trägerschaft
Der Verein setzt sich auch für die Realisierung eines betreuten Wohnangebots im Quartierzentrum ein. Um das Ziel zügig zu erreichen, arbeitete er zusammen mit der Stadt St. Gallen, der Ortsbürgergemeinde und einer Wohnbaugenossenschaft tatkräftig an der Umsetzung des Projekts.

Nach dem überraschenden Rückzug der Logiscasa versucht der Quartierverein nun zusammen mit Fachleuten und Investoren auf eigene Faust eine neue Trägerschaft zu gründen. Das ursprüngliche Ziel, dass die ersten Bewohner bereits 2014 an der Demutstrasse, vis-á-vis der GBS, einziehen, dürfte damit wohl verpasst werden.

Ziel ist und bleibt aber, dass die älteren Mitbewohner auch im hohen Alter den lieb gewordenen Lebensraum nicht verlassen müssen.

Oder mit anderen Worten: „Riethüsli ist und bleibt ein Nest – für alle!“

Eine Oase mitten im Quartier

Der Nestweiher befindet sich im Besitz der Stadt St. Gallen. Seit 1926  sorgt die Nestweihergesellschaft für den Unterhalt des Weihers und die Pflege der gefiederten Bewohner dieses Quartieridylls.

Von 2007 bis 2008 musste der Weiher wegen neuer Vorschriften bezüglich Dammsicherheit für über eine Million Franken saniert werden und wurde dabei gleichzeitig neu gestaltet.

„Natur pur“ vor der Haustür

Die attraktive Lage im Grünen macht das Riethüsli zum idealen Ausgangs- und Zielpunkt eines vielfältigen Wanderwegnetzes.

Beliebteste Wanderziele sind der nahe Berneggwald, der durch den Vadian-Rundweg mit attraktiven Sitzplätzen und interessanten Informationen aufgewertet wurde, oder der bequeme Spaziergang durch das einst verträumte Tal der Demut in das Nachbarquartier St. Georgen mit seinen zahlreichen Einkehrmöglichkeiten, dem Schräglift ins Klosterviertel, dem idyllischen Mühleggweiher (mit lauschigem Café), den Bädern auf Dreiweihern oder dem kleinen Skigebiet an der Beckenhalde.

Wer besser zu Fuss ist, nimmt den Aufstieg durch den Falkenwald zum Restaurant „Unterer Brand“ oder zum Eggen-Rundweg mit seinen Appenzeller Beizen unter die Wanderschuhe (Jägerei und Waldegg/Schnuggebogg, früher: Birt, Kulm Schäflisegg und Frohe Aussicht).

Oder wandert durch schattige Waldwege via Menzlenwald  ins Haggenquartier mit seiner berühmten Ganggelibrogg, die eben erst aufwendig restauriert worden ist, oder durch die Wattbachschlucht zu den beiden historischen Holzbrücken (Zweibruggen). Per Bahn, Postauto und Bus gelangt man sicher wieder an den Ausgangspunkt.

Riethüsli wollte einst hoch hinaus

St. Gallen durfte sich bis in die 60er-Jahre damit brüsten, die einzige Schweizer Stadt mit eigener Sprungschanze zu sein.

Die Anlage war 1929 vom eben gegründeten Skiclub Riethüsli gebaut worden und wurde bis 1962 betrieben.

1949 wurde erstmals ein Nachtspringen durchgeführt. Dank der eigenen Sprunganlage mischte der Skiclub Riethüsli mit dem Gebrüder-Trio Cecchinato jahrelang in der nationalen Springerszene mit. 1962 musste die Anlage abgebrochen werden, da der Auslauf durch eine Überbauung (Mehrfamilienhaus und Shell-Tankstelle) verbaut worden war (Quartierzitig Dezember 2008). Am 23. Januar 2010 trafen sich zahlreiche ehemalige Springer und Fans der ehemaligen Riethüsler Sprunganlage erstmals zu einem nostalgischen Schanzentreff im Riethüsli-Treff.

Nicht zur Ausführung gelangte (glücklicherweise, darf man heute wohl sagen) die grössenwahnsinnig anmutende Idee eines gewissen Rudolf Pfaendler, (Magazin Dezember 2009), der im Tal der Demut ein gigantisches Olympiastadion für die Sommerspiele 193? entworfen hatte. Das Modell von 1929 sah vor, den Bernegghügel abzutragen, um darauf einen Flugplatz zu errichten!

Kleines Quartier – zwei Kirchtürme

Auch die Kirchen machten die Wanderbewegung der Bevölkerung in den grünen Ring mit und liessen sich im Quartier nieder.

Bereits in den 70er-Jahren entstand auf katholischer Seite das Bedürfnis nach einer eigenen Pfarrei. Im Kreise der 1960 gegründeten Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) wurde die Idee geboren, im Schoss der Pfarrei St. Otmar eine Filialpfarrei im Riethüsli zu gründen.

1972 war es soweit: der Pfarrkreis Heilig-Geist Riethüsli wurde aus der Taufe gehoben. Ihre Gottesdienste mit Vikar Viktor Staub feierte sie zuerst in einem ehemaligen Ladenlokal an der Teufener Strasse 146, dem heutigen Pfarreiheim Riethüsli Treff, und danach in der Aula der neuen Gewerblichen Berufsschule GBS. 1987 konnte die Pfarrei ein eigenes Kirchlein gleich neben der reformierten Schwesterkirche beziehen. Die schlichte Zeltkirche Modell Dritte Welt stand vorher im Osten der Stadt St. Gallen und diente der ökumenischen Pfarrei Halden.

Direkter und rascher zu ihrer Kirche kamen die Evangelisch-Reformierten. Seit 1980 steht neben der Schulanlage die moderne Kirche samt Gemeindezentrum des Evangelisch-Reformierten Kirchkreises Riethüsli-Hofstetten der Reformierten Kirchgemeinde C. Ermöglicht wurde der von Architekt Ernest Brantschen gestaltete Bau durch Gärtnereibesitzer Albert Buchmüller-Wartmann, welcher 1973 eine Parzelle seines grossen Grundbesitzes zu diesem Zweck gestiftet hatte.

Weil beide Seiten unter den Folgen eines alarmierenden Mitgliederschwunds mit finanziellen Engpässen kämpfen, wird zurzeit ein Zusammengehen der beiden Pfarreien unter dem gleichen Kirchendach diskutiert.

Schon bisher haben sich die beiden Konfessionen ohne ökonomische Notwendigkeit ökumenisch aufeinander zu bewegt. Sie pflegen viele gemeinsame Anlässe wie den Riethüsli-Zmorge, Suppen-Zmittage, ökumenische Gottesdienste sowie regelmässige gemeinsame Seniorennachmittage und Weihnachtsfeiern.

Knapp an Katastrophe vorbei

Seit 1975 ist das Riethüsli auch Hauptsitz und Standort des Gewerblichen  Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen (GBS). Rund 6700 Lernende in der Aus- und Weiterbildung aus dem ganzen Kanton und den umliegenden Gebieten absolvieren hier und in den 10 Filialen in rund 60 Berufen den theoretischen Teil ihrer Ausbildung.

Anderthalb Stunden vor Unterrichtsbeginn stürzte am 24.  Februar 2009 morgens um 6 Uhr das Dach der erst 2006 eröffneten Dreifachsporthalle unter der Schneelast ein. Mit viel Glück kamen keine Menschen zu Schaden. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurde zuerst geplant, bis zur Klärung der Haftungsfragen auf dem Rasensportplatz nebenan für 4,38 Millionen Franken ein Provisorium aus Holz zu bauen – dank starkem Widerstand aus der Bevölkerung wurde diese Idee vom Kantonsparlament beerdigt. Zum Glück für das Quartier, das sonst in den nächsten Jahren auf seinen beliebten Sportplatz hätte verzichten müssen. Nach langwierigen und zähen Verhandlungen über die Haftungsfragen wurde nun mit einem aussergerichtlichen Vergleich die Grundlage für einen raschen Wiederaufbau im nächsten Jahr gelegt. Ab 2013 soll wieder in der Sporthalle geturnt werden können.

Starkes Wachstum seit 60er-Jahren

Die Stadtentwicklung in den Nachkriegsjahren führte auf den Anhöhen beidseits der Teufener Strasse seit den 60er-Jahren zu einem raschen Siedlungswachstum.

Zu reden gab damals vor allem die Flachdachsiedlung der Wohnbaugenossenschaft Oberhofstetten unterhalb der Solitüde (1967). An der Solitüdenstrasse und im „Im Grund“ waren bereits seit Ende der 50er-Jahre mehrere Mehrfamilienhäuser entstanden. Die Post, seit Jahrzehnten mit „St. Gallen 12“ im Quartier vertreten (im Gebäude des ehemaligen Restaurants Talhof), errichtete 1966 eine neue, moderne Filiale.

Eigenes Schulhaus seit 1967
Die stürmische Entwicklung veranlasste die Behörden, für das Riethüsli eine eigene Primarschule zu planen. Die erste Etappe wurde 1967 eingeweiht. Bis dannzumal hatten die Kinder vom Riethüsli je nach Wohnlage einen weiten Schulweg nach St. Georgen ins Hebelschulhaus oder ins Tschudiwies oder gar ins St. Leonhardschulhaus unter die Füsse zu nehmen.

Dem abenteuerlichen Schulweg hat die Ur-Riethüslerin Erika Mangold (1926-2008) in ihren Erinnerungen in der Quartierzeitung ein nostalgisches Denkmal gesetzt. Übrigens: Bereits 1949 war der erste Quartier-Kindergarten am Nestweiher gebaut worden.

Zurzeit projektiert die Stadt eine umfangreiche Renovation und Erneuerung der sichtlich in die Jahre gekommenen Schulanlage. Das Projekt wurde zu Gunsten eines Neubauprojekts zurückgestellt. Das Stadtparlament hat den entsprechenden Projektierungskredit bereit bewilligt und auch die Option für eine Hauswartwohnung offen gelassen. Der Quartierverein hatte sich vehement gegen die vorgesehene Auslagerung der Abwartswohnung gewehrt, weil er ohne die ständige Präsenz des Schulhauswarts auf dem Areal eine Zunahme von Ruhestörungen und Vandalenakten befürchtete.

 

Umstrittenes Bahnprojekt

Mit dem Projekt für eine sogenannte Durchmesserlinie soll die Steigung in einem neuen, 700 Meter langen Tunnel unter dem Riethüsli bewältigt werden. Die Projektverantwortlichen versprechen sich damit die Einführung des Viertelstundentakts, eine durchgehende Verbindung zwischen Appenzell und Trogen (inklusive umstiegsfreie Fahrt ins Stadtzentrum) und die Beschaffung kostengünstigeren Rollmaterials. Die vorgesehenen Kunstbauten mitten im Quartierzentrum und vor allem die zu erwartenden Immissionen während der zweijährigen Bauphase sorgten im Quartier für rote Köpfe und zahlreiche Einsprachen. Die Appenzeller Bahnen AG reagierte aufgrund des geschlossenen Widerstands im Riethüsli; sie setzte einen neuen Projektverantwortlichen ein, der das Gespräch mit dem Quartierverein und den Bewohnern und zahlreichen Einsprechern suchte und den Konflikt entschärfte. Mit der Verlegung der Haltestelle auf die Riethüslistrasse wird versucht, die Immissionen für das Zentrum und seine Bewohner wie auch für die Ladengeschäfte zu minimieren. Auch kann dadurch auf die ursprünglich geplante Umleitung des Verkehrs durch das Wohnquartier im Im Grund verzichtet werden. Das Projekt stiess im Quartier auf viel Sympathie und wird im Herbst 2011 öffentlich aufgelegt.

Durchstich statt Durchmesser?
Aus Teufen kommt die Idee, das Übel sprich den Strassenverkehr an der Wurzel zu packen und ihn in einem 2,8 km langen Tunnel direkt auf die Stadtautobahn zu leiten (Liebegg-Tunnel); die Bahnlinie St.Gallen-Gais würde demnach aufgegeben und durch einen Busbetrieb ersetzt, mit direkter Verbindung durch den Tunnel via Güterbahnhofareal auf dem Trassee der AB zum Hauptbahnhof. Die Idee, das Quartier nachhaltig vom überbordenden Durchgangsverkehr zu entlasten, wird im Riethüsli begrüsst. Die Hauptversammlung des Quartiervereins  lancierte am 6. Mai 2010 einstimmig eine Petition für einen Strassentunnel in der Liebegg. Unterstützung verspricht man sich nun von Teufen, wo sich in einer Umfrage der „Tüüfner Poscht“ im Sommer 2010 überraschend fast 60 Prozent der Teilnehmenden für den Umstieg vom Bahn- auf Busbetrieb ausgesprochen haben.

Vor 100 Jahren kam das Tram
Seit 1911/13 ist die Hochwacht respektive das Riethüsli mit dem Tram erschlossen. 1950 wurde die Buslinie 5 elektrifiziert (Trolleybus). 2006 wurde der ÖV auf Initiative der IG Oberhofstetten um die  10er-Linie erweitert, die das neue Wohnquartier mit einem modernen Kleinbus direkt an das Stadtzentrum anbindet.

Mehr als nur ein paar Häuser …

Das Riethüsli hat alles, was zu einem richtigen Dorfzentrum gehört: eine Post, eine Bäckereifiliale mit Café und ein traditionsreiches Quartier-Lebensmittelgeschäft, den Christen, sowie zwei Restaurants. Daneben bietet ein vielfältiges Gewerbe qualifizierte Arbeitsplätze an, und ein Hausarzt stellt die ärztliche Grundversorgung im Quartier sicher. So ist das Riethüsli zwar mit rund 4100 Einwohnerinnen und Einwohnern eines der kleinsten Quartiere der Stadt, aber eines der lebendigsten. Neben den Kirchen und der Schule sowie dem Quartierverein kümmern sich verschiedene Vereine und Organisationen um das Quartierleben.

Das heutige Siedlungsgebiet im Riethüsli ist durch die Teufener Strasse entzwei geschnitten. 14´000 Fahrzeuge durchqueren es täglich und belasten es mit ihren Immissionen. Dafür verantwortlich ist vor allem die attraktive Verbindung zwischen dem Appenzellerland und der Stadt respektive dem nahen Autobahnanschluss. Es wären noch einige tausend Fahrzeuge mehr, wenn nicht das „Gaiserbähnli“ (heute Appenzeller Bahnen), Bus (VBSG) und Postauto für eine optimale Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr sorgen würden.

120 Jahre Gaiserbahn
Seit 1889 keucht, faucht und stampft das „Gaiserbähnli“ von der Talsohle unten bei der Stadt durch die engste Bahnkurve Europas (Ruckhaldenrank) bis zum Kulminationspunkt auf der Höhe des Nestweihers. 1931 wurde der Dampfbetrieb durch die Elektrifizierung abgelöst. Während die übrigen Abschnitte der inzwischen fusionierten Appenzeller Bahnen schrittweise modernisiert wurden, erinnert hier noch der letzte rund 1 Kilometer lange Abschnitt mit Zahnradtechnik an die alten Zeiten.

Kennen Sie das Nest?

„Haben Sie gewusst, dass man in St. Gallen sogar mit dem Tram ins Nest fahren kann?“, wurden früher auswärtige Besucher von alteingesessenen Stadt St. Gallern gerne neckisch gefragt. Sie meinten damit das Quartier Riethüsli oder genauer gesagt den nordöstlichen Teil, oberhalb des Nestweihers. Doch unser Quartier ist alles andere als ein zum Einschlafen langweiliges Nest, sondern ein lebendiger, traditionsbewusster und geschichtsträchtiger Teil der Stadt St. Gallen. Überzeugen Sie sich selbst, verweilen Sie ein paar Minuten auf unserer Homepage, schnuppern Sie ein bisschen frische Landluft im Grenzgebiet zwischen den voralpinen Appenzeller Hügeln und dem pulsierenden Zentrum der Ostschweizer Metropole. Erich Gmünder, Magazin fürs Nest