Grosses Interesse an Infos über Alterswohnungen im Riethüsli

Elisabeth Weber (Text), Erich Gmünder (Fotos)

Endlich ist es soweit. Die christlich-soziale Wohnbaugenossenschaft, vertreten durch die Projektleiter Fabian Koch und Stefan Grob, den Präsidenten Thomas Meyer und den Architekten Beat Benz, stellte das Bauprojekt am Donnerstagabend 21. März im Nestpunkt der  interessierten Quartierbevölkerung vor.

Quartiervereinspräsident Hannes Kundert stellt die Referenten vor: (von links) Stefan Grob, Architekt Beat Benz und Thomas Meyer, Präsident der CWG.

Bereits eine Viertelstunde vor Veranstaltungsbeginn platzt der NestPunkt platzt aus allen Nähten. Das Interesse bei der vorwiegend älteren Quartierbevölkerung ist riesig, wie und vor allem wann das Projekt «Alterswohnungen» realisiert werden wird.

Gut Ding will Weile haben

Das gilt auch für die Alterswohnungen im Riethüsli. Das Projekt ist etwa so alt wie die Anregung von Bruno Grieger an der Hauptversammlung des Quartiervereins im Jahr 2003. Er regte damals die Prüfung einer Alterssiedlung an. Jetzt, 16 Jahre später, hat die Stadt der CWG endlich die Baubewilligung erteilt. Alle Punkte, die vom Stadtbauamt und auch vom Amt für Wohnungswesen moniert wurden, wurden ins neue Projekt integriert. Bald werden die Visierstangen erneut auf dem Grundstück gegenüber der Gewerbeschule stehen, diese Vorboten für den geplanten Bau, der wohl erst im Jahr 2022 vollendet sein wird.

40 Wohnungen geplant

Bis dahin gibt es noch einige Hürden zu nehmen. Beat Benz stillte davor die Neugier der rund 70 anwesenden Leute.

Der Grundriss der Wohnungen.

Geplant sind 40 Normwohnungen. Sieben 3,5 Zimmerwohnungen (70qm excl. Veranda), 29 2.5 Zimmerwohnungen (55 qm exclusiv Veranda) und 4 Einzimmerwohnungen. Alle sind mit einer Veranda ausgestattet und dürften voraussichtlich in 3 Jahren bezugsbereit sein. Über die Preise kann auf Nachfrage noch keine Auskunft erteilt werden. Nicht einmal die möglichen Baukosten sind bis dato beziffert worden. Das Projekt steckt immer noch, obwohl schon lange in Bearbeitung und Überarbeitung begriffen, in den Kinderschuhen.

Das Einzige, was Thomas Meyer aber klar ist, dass eine transparente Kostenaufstellung angestrebt wird. Jede künftige Bewohnerin und jeder künftige Bewohner soll erkennen können, wie teuer Miete und Nebenkosten sind. Die Kosten für Spitexdienstleistungen würden separat berechnet, verrät er.

Auch Spitex integriert

Auch die Spitex Notker wird im geplanten Neubau Büros haben. Allerdings wird sie nicht – entgegen dem ursprünglichen Projekt – ihren Hauptsitz im künftigen Alterszentrum einnehmen. Mit der Bauherrschaft ist man übereingekommen, Büros im sogenannten Sockelgeschoss, das Architekt Beat Benz vorgängig ausführlich erläutert hat, zu beziehen. Wie die Leistungsvereinbarung allerdings en détail aussehen wird, welche Dienstleistungen erbracht werden können, wird noch Gegenstand der Leistungsvereinbarung zwischen Spitex Notker und der CWG sein.

Betreutes Wohnen – ein unklarer Begriff

Auf Nachfragen hin aber ist klar, dass man sich auch bei der CWG nicht einig ist, was unter dem Begriff «Betreutes Wohnen» gemeint sein könnte. Der Präsident versichert den Anwesenden, dass selbst beste Fachleute sich bis anhin nicht auf eine einheitliche Definition hätten einigen können. Auch hier darf mit Spannung erwartet werden, welche Dienstleistungen künftig in der neuen Überbauung erwarten werden dürfen.

Neuartige Solarpanels

Eines aber ist klar. Die Überbauung, deren Bau ab 2020 im öffentlichen Raum an der Demutstrasse erwartet werden darf, wird nach Minergie-Standards gebaut werden. Fotovoltaik-Panels werden statt auf dem Dach an den Fassaden angebracht. Sie liefern selbst in einem Winter mit viel Schneefall Energie. Auf die Dachterrasse mit Hochbeeten ist in dem überarbeiteten Projekt verzichtet worden.

Das Modell der geplanten Überbauung mit drei Flügeln. Im Vordergrund die Gewerbliche Berufsschule GBS.

Auch Gemeinschaftsräume geplant

Man habe bei der Integration der Kritikpunkte des städtischen Bauamtes darauf geachtet, nicht nur zahlenmässig mehr Wohnungen zu realisieren, sondern durch das Einfügen des Sockelgeschosses zusätzlich Raum schaffen können, der nicht nur Gemeinschaftsräume und mietbare Räume, sondern eben auch die Spitex und die Kellerfächer der BewohnerInnen beherbergt.

Die 19 Parkplätze in der Tiefgarage unterhalb des Sockelgeschosses entsprechen wie die Grösse der Wohnungen den vorgeschriebenen Normen. Die CWG ist überzeugt, dass die Annahme richtig ist, dass ein Parkplatz für je 3 Wohnungen mehr als nur ausreichend ist. Immerhin seien die Bushaltestelle und der Bahnhof unmittelbar gegenüber dem Gebäude gelegen.

Die Frage, ob es im neuen Alterszentrum auch ein Restaurant oder eine Cafeteria geben wird, müssen die Projektträger leider verneinen, versichern aber, dass Gespräche mit dem Restaurationsbetrieb des GBS und mit der Spitex am Laufen sind. Auch hier haben die Verhandlungen noch nicht zu einem abschliessenden Ergebnis geführt.

Aktuell aber beschäftigen sich die Menschen aus dem Vorstand der CWG mit den Baurechtsverträgen mit der Ortsbürgergemeinde. Eigentümerin des Grundstücks bleibt auch nach dem Bau die Ortsbürgergemeinde. Auch der Kauf einer für den Bau notwendigen Nachbarparzelle ist nach Angaben der Genossenschaft ebenfalls noch Gegenstand von Verhandlungen.

Nach einer guten Stunde wird die Informationsveranstaltung beendet.

So berichtet Roger Berhalter im St. Galler Tagblatt vom 23. März 2019 über die Veranstaltung:

Erste Visualisierung: So sieht das neue Alterszentrum im St.Galler Riethüsli aus

Von |2019-03-23T06:27:23+00:00März 22nd, 2019|Aktuelles, Alter, NestPunkt, Politik|0 Kommentare

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