Verwilderte Katzen im Riethüsli tragen Virus in sich

Der Bauernhof an der Wilenstrasse westlich vom Riethüsli, wo die verwilderten Katzen leben. Foto: EG

Der St. Galler Tierschutzverein will ein halbes Dutzend verwilderte Katzen einfangen und kastrieren. Der Grund: Sie tragen einen Virus in sich, der auch für andere Katzen gefährlich werden könnte, wie das St. Galler Tagblatt berichtet.

«Die Katzen sind nicht gesund, sie tragen Viren in sich», sagt Erika Bolt vom Tierschutzverein St. Gallen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit seien die scheuen Vierbeiner am Stadtrand mit dem FIV-Virus infiziert, besser bekannt als «Katzen-Aids».

Das Virus wurde bereits letzten Herbst bei rund zehn Katzen entdeckt, die rund um den Bauernhof eingefangen wurden. Der FIV-Erreger wird von Katzenmüttern auf ihren Nachwuchs, aber auch durch Bisse unter erwachsenen Tieren übertragen. So tragen auch Kater, welche bei Revierkämpfen gebissen werden, dazu bei, das tödliche Virus zu übertragen – eine Gefahr auch für zahme Hauskatzen im Quartier.

Hauskatzenhalter werden aufgerufen, ihre Tiere zu sterilisieren, um eine Ausbreitung des Virus zu stoppen. Rund die Hälfte der Kosten übernimmt der Verein.

Comments

comments

Von |2019-03-07T16:27:59+00:00März 6th, 2019|Aktuelles|0 Kommentare

About the Author: